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Der Freckenhorster Kreis: Arbeitskreise und Regionalgruppen

Arbeitskreise

 
Arbeitskreis: Jüngere Seelsorgerinnen und Seelsorger im Bistum MünsterDetails

Die Geburtsstunde für den AK „Seelsorgerinnen und Seelsorger im Bistum Münster“ schlug am 18.10.1994, als sich rund 20 PastoralreferentInnen, Kapläne und Pfarrer auf Initiative von Ludger Ernsting und Wilhelm Kolks in Dorsten trafen.

Gedacht war an eine eigenständige „Initiative jüngerer Seelsorger und Seelsorgerinnen“, die meist im pastoralen Dienst der Diözese Münster tätig sein sollten und theologisch das Anliegen des Freckenhorster Kreises um den konziliaren Geist teilten." Getreu dem Motto Heinrich Bölls "Einmischung ist die einzige Form, realistisch zu sein", traf man sich zweimal jährlich für einen Studientag und auch in Regionalgruppen, um vor allem das Diözesanforum kritisch zu begleiten, das Verhältnis zwischen Laien und Priestern im pastoralen Dienst auszuloten und sich in die Diskussion um die Neustrukturierung der Seelsorge einzumischen.

Da es sich im Laufe der Jahre zeigte, dass die eigentliche Arbeit aber von einer Kerngruppe geleistet wurde, andere nur sehr sporadisch an den Treffen teilnahmen und alle mit der pastoralen Terminfülle leben, stellte sich die Frage, ob ein Zusammengehen mit dem FK nicht sinnvoll sei. Nachdem wir diese Frage für uns positiv entschieden hatten, wandelte sich die "Initiative" zu einem Arbeitskreis, der sich vier- bis sechsmal im Jahr trifft, um vor allem Fragen zu diskutieren, die hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger im Dienst des Bistums betreffen.

Mittlerweile sind jüngere Seelsorgerinnen und Seelsorger dazu gekommen, aber auch die Gründungsmitglieder sind inzwischen über 50 und dem AK treugeblieben, so dass wir uns inzwischen als „Kreis von Seelsorgerinnen und Seelsorgern“ verstehen. Bei unseren Treffen stehen Fragen der Entwicklung in unserem Bistum, dem Bistum als Arbeitgeber, kirchenpolitische und theologische Themen im Mittelpunkt. Der Arbeitskreis ist offen auch für alle, die pastoral im Bistum Münster tätig sind und auch mal „hineinschnuppern“ möchten, weil sie den Austausch suchen. Die Termine der abendlichen Treffen können bei den Mitgliedern erfragt werden.

Momentan machen regelmäßig im Arbeitskreis mit:
Gabi Ibing, Joachim van Eickels, Ludger Ernsting, Wilhelm Kolks, Cilly Scholten und Matthias Masuch.

Ansprechpartner des Arbeitskreises:
Wilhelm Kolks
Mehrumer Str. 12
46562 Voerde-Spellen


 
Arbeitskreis: Armut und SolidaritätDetails

Beim Treffen am 23. November 1997 befasste sich der Ständige Arbeitskreis (StAk) des Freckenhorster Kreises mit der Realität der Neuen Armut in der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Als Freckenhorster Kreis wollten wir uns auch in Deutschland aus christlicher Überzeugung sozial-politisch engagieren. So bildete sich Ende 1998 die Projektgruppe „Armut und Solidarität“.

Wir wollten mit unserem Engagement beitragen:

  • zu mehr Solidarität mit Menschen am Rand unserer Gesellschaft
  • zur Bewusstseinsbildung über gesellschaftliche Umverteilungsprozesse
  • dass Menschen am Rand zu Wort kommen können
  • dass sozial Engagierte sich begegnen, stärken und ermutigen können
  • zur Umsetzung des Sozialwortes der Kirchen,
  • zur Profilierung der sozialen Verantwortung der Gemeinden, aus denen wir kommen
  • zur Weiterenwicklung des Freckenhorster Kreises.

Im Rahmen des Bistumsjubiläums fanden im Frühjahr 2005 mit Beteiligung des Arbeitskreises Armut und Solidarität des Freckenhorster Kreises unter dem Thema "Liebesgeschichte" – Option für die Armen, zwei Veranstaltungen im Franz-Hitze-Haus, Münster statt:

16.03.2005 Reform des Sozialstaates - wo bleiben die Armen?
mit Dr. Wolfgng Kessler, Wirtschaftspublizist, Oberursel

11.04.2005 100 Tage Hartz, Erfahrungen – Fragen – Perspektiven
in Zusammenarbeit mit: Freckenhorster Kreis; Caritaskonferenzen Deutschlands (CKD) im Bistum Münster, Gasthaus Recklinghausen

Das Heilige Jahr 2000

Einen ersten Einstieg fand der Arbeitskreis „Armut und Solidarität“ mit der Idee einer alternativen Gestaltung des Heiligen Jahres 2000. Unter dem Eindruck der bevorstehenden Zeitenwende einerseits und mit dem Wissen um die Bedeutung eines Heiligen Jahres, des Jubeljahres, andererseits, wollten Mitglieder des Freckenhorster Kreises Alternativen suchen zu den offiziellen Feierlichkeiten und Ritualen eines Heiligen Jahres.

Wir informierten uns über die jüdisch-christliche Tradition der Sabbatjahre, Jubel- oder Jobeljahre. Allen gemeinsam ist das Anliegen nach mehr Gerechtigkeit und sozialem Ausgleich. Die Verehrung und der Lobpreis Gottes, die Versöhnung mit ihm wird am offensichtlichsten in der Befreiung der Armen und Entrechteten realisiert.

„Verkündet die Freiheit im Lande für alle Bewohner!“ (Levitikus 25,10)

„Im Geist des alttestamentarischen Buches Levitikus werden die Christen alle Armen der Welt vertreten und unterstützen müssen, wobei sie das Jubiläum als eine Gelegenheit vorschlagen, unter anderem an eine beachtliche Reduzierung, wenn nicht sogar an einen totalen Erlass der internationalen Schulden zu denken, die auf dem Schicksal vieler Nationen lasten." So Papst Johannes Paul II. in Tertio millenio adveniente.

Die Aktion „Heiliges Jahr 2000. Auf Seiten der Armen“

Eine Projektgruppe mit VertreterInnen aus Kirchengemeinden, Caritasverbänden und Initiativen war seit Ende 1998 mit der Entwicklung, Organisation und Durchführung der Aktion beschäftigt.

Die Auftaktveranstaltung am 27. November 2000 in St. Paulus, Recklinghausen

Mit 120 Männern und Frauen als VertreterInnen aus 35 Gemeinden, sechs Ordensgemeinschaften, neun Caritasverbänden und 10 weiteren Gruppen, veranstalteten der Freckenhorster Kreis und der Diözesancaritasverband Münster eine Auftaktveranstaltung zum Heiligen Jahr 2000.

Zu Beginn wies Pfr. Bernhard Lübbering von der Gastkirche in Recklinghausen auf das Jobeljahr hin, das in der Geschichte des jüdischen Volkes eine wichtige Rolle spielt: Eigentum zurückgeben, Schulden erlassen, Sklaven freilassen. „Verkündet die Freiheit im Lande für alle Bewohner“, so lautet die Grundbotschaft in jedem Heiligen Jahr.

Dr. Hadwig Müller vom missionswissenschaftlichen Institut in Aachen gab mit ihrem Vortrag einen wichtigen Impuls zu Beginn. „Leidenschaft: Stärke der Armen – Stärke Gottes.“ Frau Müller hatte über 10 Jahre in Brasilien gelebt. Sie schlug einen Bogen von ihren Erfahrungen an der Seite der armen Bevölkerung und der Lebenssituation Armer in Europa: „Armut ist geraubtes Leben“. Armen Menschen fehle nicht allein Geld, ihnen werden Menschenrechte geraubt, die Freiheit, das Selbstbewusstsein, das Planen-Können, die Vision ihrer eigenen Zukunft.

Doch die Begegnung mit armen Menschen könne auch viel Stärke vermitteln. Gelernt hat sie: Geduld als Stärke zu erleben, Zeit haben, Sinn für menschliche Begegnung, Empfindsamkeit im Leiden.

Die Arbeitsgruppen am Nachmittag griffen die verschiedenen Lebenslagen von Menschen am Rand auf: Betroffen von Arbeitslosigkeit, Flüchtlingsschicksal, Prostitution, Gefangensein, Wohnungslosigkeit, Suchterkrankung. Projekte aus Gemeinden und Caritasverbänden stellten ihre Form der Hilfe und Unterstützung, der Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit vor.

Projekte aus Gemeinden und Caritasverbänden stellten ihre Form der Hilfe und Unterstützung, der Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit vor.

Im Mittelpunkt der Schlussmeditation stand das für die Aktion zum Heiligen Jahr entworfene Plakat des Künstlers Paul Reding: „Heiliges Jahr 2000. Auf Seiten der Armen".
Die WAZ in Haltern vom 2.12.1999 titelte ihren Bericht mit „Ein Aufbruch zu mehr Menschlichkeit...“

Studientag „Menschen – Mächte – Märkte“
Dr. Wolfgang Kessler von Publik Forum, 1. September 2000 in St. Marien, Recklinghausen

Drei Millionen Menschen müssen in Deutschland im Jahr 2000 von der Sozialhilfe leben. 2,6 Millionen überschuldete Haushalte gibt es. Dagegen sind die Gewinne der Unternehmen um ein Vielfaches mehr gestiegen als die Löhne. Das Produktionsvermögen befindet sich in wenigen Händen. Die Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern ist im Laufe der Jahre immer größer geworden. Gründe dafür sah der Referent in der andauernd hohen Arbeitslosigkeit, in der Globalisierung und in der undurchsichtigen Steuergesetzgebung, die einseitig die Reichen begünstigte.

Die Gesellschaft werde an dieser Spaltung zerbrechen, soziale Spannungen und gewalttätige Auseinandersetzungen werden folgen. doch dazu müsse es nicht kommen, wenn sich eine politische Struktur und gesellschaftliche Haltung des Teilens entwickle.

Abschlussveranstaltung zum „Heiligen Jahr 2000. Auf Seiten der Armen“ „Visionen und Hoffnungen für unsere Gesellschaft heute“
Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ/ Frankfurt/M. 11. November 2000 im Gottfried - Könzgen - Heim, Haltern

Im Einladungstext für diese Veranstaltung hieß es: „ Wichtig ist uns das Feiern als Abschluss der Aktion zum Heiligen Jahr 2000. Im Erzählen, Zuhören und Schreiben, im Singen, Malen, Tanzen und Trommeln wollen wir unsere Visionen entdecken, ausdrücken und teilen, um darin zugleich Kraftquellen für das gemeinsame Tun zu finden. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen zusammen unsere Hoffnungen und Initiativen zu stärken, so dass wir ideenreich und solidarisch mit den Armen unserer Gesellschaft aktiv zu werden lernen.“

P. Friedhelm Hengsbach schlug den Bogen von der Beschreibung, wohin sich unsere Gesellschaft augenblicklich zu entwickeln scheint zu den daraus erwachsenden Herausforderungen für die Kirchen.

Am Ende wurde der Wunsch geäußert, miteinander in Kontakt zu bleiben und sich einmal im Jahr mit Gleichgesinnten zu treffen.

Der Kalender für das Jahr 2001

Gemeinsam mit den vielen Initiativen und Gruppen, die sich im Lauf der vorangegangenen Treffen kennen gelernt hatten, wurde ein Wochenkalender für das Jahr 2001 zusammengestellt. Er gab Hintergrundinformationen zu Armut und Ausgrenzung, regte zu solidarischem Handeln an und stellte soziale Projekte vor.
Der Kalender sollte mit jedem Blatt die BetrachterInnen ermutigen, Augen und Herzen zu öffnen im Stadtteil, in der Gemeinde, in der Nachbarschaft. Er fand eine weite Verbreitung über den Kreis der TeilnehmerInnen an der Aktion hinaus.

Wie ging es weiter...?

Begegnungstreffen mit Obdachlosen aus Hamburg und einem Inhaftieren aus Recklinghausen am 22. Juni 2001 in St. Paulus, Recklinghausen

Ein besonders und gar nicht so leicht umzusetzender Vorsatz war unser Bemühen, uns mit Menschen auszutauschen, die in einer schwierigen Lebenslage sind. Dazu hatten wird Freiwillige der Hamburger MitarbeiterInnen der internationalen Bewegung ATD Vierte Welt eingeladen, die gemeinsam mit einer Frau und einem Mann kamen, die auf der Straße lebten. Durch den Kontakt zu ATD Vierte Welt hatten beide wieder Halt gefunden.
Ehrenamtliche der Knastgruppe von der Gastkirche in Recklinghausen hatten einen jungen Inhaftierten mitgebracht. Die Begegnung mit diesen drei Menschen war bewegend und konfrontierte existentieller mit der Erfahrung von sozialem Absturz, Ausgrenzung, Armut und praktizierter Solidarität.

ATD Vierte Welt wurde von Pater Josef Wresinski 1957 in der Nähe von Paris in einer Obdachlosensiedlung gegründet. „Es ist keine Schande in Armut zu leben. Es ist eine Schande, Armut zuzulassen“, so P. Josef. Aide á Toutes Detresse bedeutet „Hilfe in höchster Not“ in der Vierten Welt, in unseren reichen Ländern.

Regionaltreffen „vom FÜR zum MIT den Betroffenen“ am 10. November 2001 in St. Norbert, Lünen

An diesem Treffen waren vor allem Gruppen aus der Stadt Lünen beteiligt. Wichtig war uns, dass Betroffene zu Wort kamen. Ein behinderter Jugendlicher fasste die Bedeutung des Tages folgendermaßen zusammen: „Es ist ein Glücksgefühl heute, dass jemand mir zuhört!“ Das Referat von Dr. Ulrich Thien vom Diözesancaritasverband Münster zum neu erschienen ersten Armuts- und Reichtumsbericht der neuen Bundesregierung gab einen Einblick in die komplizierte Materie und Aussagekraft einer Armutsberichterstattung.

Kontakt zu ATAC

Um nicht in lokalen Aktivitäten stecken zu bleiben und die globale strukturelle Dimension von Armut und Umverteilung im Blick zu behalten, suchten wir Kontakt zur globalisierungskritischen Organisation ATTAC. Bei einem Treffen mit ATTAC-Mitgliedern aus dem Kreis Recklinghausen kamen wir zum Schluss, mit ATTAC in Kontakt bleiben zu wollen.

Und heute?

  1. Die Arbeitsgruppe Armut und Solidarität umfasst 8 Männer und Frauen. Uuml;ber neue Interessierte freuen wir uns!
  2. Der AK trifft sich alle 2 – 3 Monate in den Räumen der Gastkirche in Recklinghausen.
  3. Auch weiterhin sind regionale Treffen im Bistum Münster geplant. Das nächste wird im Sommer 2003 in Haltern sein.

Ansprechpartner des Arbeitskreises:
Gabriela Schulz
Telefon: (0 25 01) 58 88 13

Alo Echelmeyer
Wichernstrasse 5
48147 Münster


 
Arbeitskreis: GemeindeDetails

Ziele
Im Arbeitskreis Gemeinde wollen die Beteiligten die aktuelle Situation in der Gesellschaft und in den Gemeinden wahrnehmen und Visionen einer zukunftsfähigen Gemeinde entwickeln. Uns bewegen die Fragen, wo und wie Glaube und Hoffnung vor Ort gelebt werden können und wie ein missionarischer Aufbruch gewagt sowie Menschennähe bewahrt werden kann.

Ansprechpartner des Arbeitskreises:
Angelika und Ludwig Wilmes
Albachtener Strasse 101e
48163 Münster


 
Arbeitskreis: BrasilienDetails

Als Reformgruppe im Sinne des 2. Vatikanischen Konzils hat der Freckenhorster Kreis schon bald nach seiner Gründung Verbindung aufgenommen mit dem damaligen Erzbischof von Recife, Dom Helder Camara, um über ihn mit einer Kirche in der sogenannten Dritten Welt in Kontakt zu kommen.

So ergaben sich seit 1970 partnerschaftliche Verbindungen zu Bischöfen und Theologen und deren befreiungstheologisch ausgerichteten Pastoral- und Entwicklungsprojekten. Manche dieser Projekte waren zeitlich begrenzt, andere laufen bis heute weiter. Ziel des FK ist eine partnerschaftliche solidarische Begleitung und Unterstützung von Selbsthilfeinitiativen sowohl pastoraler wie auch entwicklungspolitischer Art.

Unterstützende und auf Austausch bedachte Partnerschaften bestehen zu:

  • einem Landlosen-Projekt in Joao Pessoa. (Kontaktpartner: Erzbischof Dom Marcelo Carvalheira)
  • dem CENAP, einer Institution in Recife, die Volksbewegungen und Basisorganisationen beratend begleitet,
  • der CPP, einem Straßenkinderprojekt speziell für Kinder und Jugendliche, die von Gewalt bedroht sind, in Recife. (Kontaktpartner: Demetrius Demetrio)
  • einer „Popularschule“ für Kleinbauern in der Diözese Crateus, (Kontaktpersonen: Schwester Siebra und Bischof Dom Jacinto Brito)
  • einer Basisschule im Sinne von Paulo Freire in verschiedenen kleinen Orten im Hinterland der Diözese Crateus, getragen von einem kleinen Kreis von jungen Lehrerinnen und Lehrern, (Kontaktpartnerin: Maria Fatima)

Unterstützende und auf Austausch bedachte Partnerschaften bestehen zu:

  • der Indio-Pastoral von Bischof Dom Erwin Kräutler und der CIMI (Indiomissionsrat)
  • mehreren kleinen Initiativen, u.a. von Ordensleuten, die inmitten der Armen leben.

Ein mehr caritativ ausgerichtetes Projekt ist das Amparo Maternal in Sao Paulo, eine Entbindungsklinik für die Frauen von der Straße, aus den Favelas und oftmals aus der Elendsprostitution. Geleitet und beseelt wird das Unternehmen von wenigen brasilianischen Schwestern, deren Grundsatz ist, dass sie keine Frau abweisen. Täglich werden 25-30 Kinder im Amparo Maternal geboren. Angeschlossen ist ein Amparo Sozial, in dem versucht wird, keine der Frauen wieder in die Ungesichertheit zu entlassen.

Die Brasilienkontakte werden von einem Arbeitskreis innerhalb des FK gepflegt, der u.a. auch den Solidaritätsfonds des Kreises vertritt. Über diesen Fonds werden die Spendengelder abgewickelt. Der Solidaritätsfonds ist vom Finanzamt zur Ausstellung von Spendenquittungen anerkannt.

Spendenkonten des Solidaritätsfonds des Freckenhorster Kreises gibt es bei der

Darlehnskasse Münster (BLZ 400 602 65)

- speziell für das Amparo Maternal : Konto 3799 702
- speziell für das Straßenkinderprojekt des Demetrius in Recife: Konto 3799 705
- für alle anderen Brasilienprojekte des FK: Konto 3799 701

Ansprechpartner des Arbeitskreises:
Erika Becker
Immanuel-Kant-Straße 10
48161 Münster


 
Arbeitskreis: Wiederverheiratete GeschiedeneDetails

Der Arbeitskreis wurde im Januar 1990 auf Initiative von Hans Werners gemeinsam mit dem damaligen Solidaritätskreis Kritischer Christen gegründet.

Ziele

Der AK wurde gegründet mit folgenden Zielen:

  1. Betroffene Ehepaare zur Sprache kommen lassen. Das geschah während zweier großer Tagungen im Franz Hitze Haus.
  2. Die Einladung wiederverheiratet geschiedener Menschen zu den Sakramenten und nicht nur zur Mitarbeit in den Gemeinden.
  3. Die liturgische Begleitung einer zweiten Ehe nach Scheidung.

Die Einladung wiederverheiratet Geschiedener zu den Sakramenten war das zentrale Anliegen unserer ersten schriftlichen Stellungnahme im Herbst 1991. Diese Stellungnahme löste eine breite Diskussion in zahlreichen Gemeinden des Bistums aus. Sehr oft wurden dazu Referenten und Referentinnen des FK eingeladen.

Unser Anliegen ist vom Diözesanforum (Kommission 4) aufgenommen worden. Folgender Beschluss wurde mit großer Mehrheit angenommen:
Die Gemeinde einschließlich der Priester nimmt eine vor Gott gewissenhaft getroffene Entscheidung von wiederverheiratet geschiedenen Menschen ernst. Sie respektiert die Teilnahme am kirchlichen Leben und an den Sakramenten der Buße und der Eucharistie. (Ja 106/ Nein 10/ Enth.: 7)

Eine 2. Veröffentlichung mit der Entwicklung der Diskussion, die wir zu diesem Problem in den Gemeinden angeregt hatten, und mit Textbeispielen für die Segnung einer 2. Ehe folgte 1997.

Da die Texte für die Segnung einer 2. Ehe häufiger angefragt wurden, haben wir im Dezember 1998 ein 3. Heft herausgegeben mit zwei Schwerpunkten:

  1. Begleitung einer Scheidung (Mediation* und Einführung eines Scheidungsrituals) und
  2. die Suche nach Formen der Feier und Segnung einer neuen Beziehung nach einer Scheidung.
* Mediation: Vermittlung – ein Weg, offene Streitfragen außergerichtlich so zu lösen, dass für alle Beteiligten eine faire Lösung gefunden wird, z. B. für die Kinder eine gute Zukunft. Scheidungsverfahren können so erheblich gekürzt werden.

Auch hier haben die Delegierten des Diözesanforums einen Beschluss vorgelegt:

Die Form der äußeren Anerkennung einer neuen Beziehung ist für die Betroffenen sehr wichtig. Die Liturgiekommission des Bistums und die Gemeinden werden aufgerufen, nach Formen der Feier und Segnung zu suchen, wobei nicht der Eindruck einer sakramentalen Eheschließung entstehen darf. (Ja: 80/ Nein:43/ Enth.:3)

Anliegen unseres AK ist es, den Prozess einer Pastoral, die sich am Verhalten Jesu orientiert, voranzutreiben Deshalb haben wir in das Heft von 1998 Texte für die Segnung einer zweiten Ehe aufgenommen.


Ansprechpartner des Arbeitskreises:
Erika Becker
Immanuel-Kant-Straße 10
48161 Münster


 
Arbeitskreis: ÖkumeneDetails

Das Jahresthema „Ökumene”, das die Vollversammlung für das Jahr 2003 festgelegt hat, war der letzte Anstoß für die Gründung des AK-Ökumene. Mitte Dezember 2002 traf er sich zum ersten Mal. Es ging um Ziele, Aufgaben und mögliche Aktivitäten, vor allem in Hinblick auf dieses Schwerpunktthema.

Folgende Fragen standen im Mittelpunkt:

  • Wie kann der Arbeitskreis selbst ökumenisch werden, das heißt, wie kann er evangelische Mitglieder gewinnen?
  • Können wir den Gemeinden des Bistums Münster praktische Anregungen geben für eine ökumenische Zusammenarbeit, die zu einer weiteren Annäherung führt?
  • Können wir die vermeintlichen Lehrunterschiede zwischen den Kirchen so aufarbeiten, daß die theologische Diskussion unsere heutigen Fragen beantwortet und sich nicht um Probleme und Denkmuster des 16. Jahrhunderts streitet?
  • Ist die Trennung der Kirchen angesichts der schwerwiegenden Probleme des Unfriedens und der Benachteiligung ganzer Gruppen in Gesellschaft und Welt, die uns als Christen herausfordern, weiterhin zu verantworten?

Als ersten Schritt hat sich der AK-Ökumene vorgenommen, durch eine Umfrage in den katholischen Gemeinden des Bistums zu ermitteln, auf welchen Gebieten sie bereits mit ihren evangelischen Nachbargemeinden zusammenarbeiten.

Die Ergebnisse dieser Befragung wurde zusammengefasst und als Denk- und Handlungsanstöße an Gemeinden weitergeleitet.

Auswertung der Umfrage zur ökumenischen Praxis

Im Jahr 2003 hat der Freckenhorster Kreis eine Umfrage zur ökumenischen Zusammenarbeit der Gemeinden vor Ort im Bistum Münster gestartet. Die Auswertung dieser Umfrage liegt nun als PDF-File vor:

Von den 700 angeschriebenen Pfarrgemeinden im Bistum Münster haben bei der Umfrage des Freckenhorster Kreises 73 Pfarrgemeinden geantwortet. Diese Antwortschreiben sind die Grundlage der Auswertung.

Ansprechpartner des Arbeitskreises:
Erika Becker
Immanuel-Kant-Straße 10
48161 Münster
Telefon: (0 25 33) 6 77

 


Regionalgruppen

Regionalgruppe Duisburg/Niederrhein

Die Gruppe besteht seit November 1997 und trifft sich regelmäßig alle vier bis sechs Wochen. Zur Zeit (Juni 2002) gehören acht Mitglieder zur Regionalgruppe. Die Mitglieder kommen aus den Städten Duisburg, Wesel, Recklinghausen, Dorsten und Kamp-Lintfort. Jedes Treffen der Gruppe beginnt mit einer „persönlichen“ und mit einer „kulturellen Runde“. Anschließend wird ein „Schwerpunktthema“ behandelt.

Schwerpunktthemen waren in letzter Zeit:
Pfarreiengemeinschaften und Fusionsbestrebungen im Bistum, die Weitergabe des Glaubens an die kommende Generation, Ämter und Dienste im Volk Gottes, Prägungen des eigenen Glaubens, liturgische Sprache.
Die Gruppe plant, einmal im Jahr eine größere, öffentliche Veranstaltung zu einem aktuellen Thema vorzubereiten und durchzuführen.

Ansprechpartner der Gruppe:
Ludger Funke
Friedhofsallee 100 A
47198 Duisburg

Regionalgruppe Münster

Der Regionalkreis Münster ist offen für alle, die in und um Münster wohnen oder den Weg dorthin nicht scheuen. Etwa alle 2 Monate treffen wir uns privat zum Austausch über Bücher, zur Diskussion über aktuelle Themen aus Kirche und Gesellschaft und ab und zu auch zu einem Gottesdienst.

Ansprechpartner der Gruppe:
Johannes Becker
Immanuel-Kant-Str. 10
48161 Münster

Ludwig Wilmes
Albachtener Str. 101 e
48163 Münster

Regionalgruppe Recklinghausen

Wir verstehen uns als Basisgemeinde (oder auch Interessengemeinde) innerhalb bestehender Gemeinden. Im Vordergrund steht die Suche und Pflege ökumenischer Spiritualität, die ihren Ausdruck findet im regelmäßigen Abendmahl in der Gruppe (die offen ist für alle, die sich einladen lassen) und in lokalen christlich-politischen Aktionen.

Ansprechpartner der Gruppe:
Heinz B. und Ingrid Terbille
Baltrumstr. 23
45665 Recklinghausen

Peter Möller und Mathilde Storm
Hunsrückstr. 24
45665 Recklinghausen

Regionalgruppe Nord

Unter dem Namen FRECKENHORSTER KREIS-NORD (Abk.: FK-N) gründete sich nach dem organisatorischen Ende der „Konvente im Bistum Osnabrück“ (eine reformorientierte Priestergruppe im Bistum Osnabrück 1964-79) 1980 im norddeutschen Raum in Bremen eine Gruppe, die mit dem Freckenhorster Kreis in Münster in inhaltlicher Verbindung steht. Sie teilt die Grundsätze und Ziele des FK, entstand in Abstimmung mit ihm und führt auch dessen Namen. Sie befasst sich thematisch mit den Erfahrungen von Entkirchlichung, Säkularisierung und Anwesenheit von Religion in der Gesellschaft und deren Folgen, weniger mit innerkirchlichen Themen.

Seit seiner Gründung unterhält der FK-N Beziehungen zu Projekten in Lateinamerika, die im Sinne der Theologie der Befreiung arbeiten. Im Vordergrund stand die Unterstützung von Vorhaben der Pastoral, Landwirtschaft und Bildung in Nicaragua, jetzt ein pastorales und soziales Projekt in Peru.

Der FK-Nord trifft sich etwa monatlich mit einem jeweils inhaltlich festgelegten Programm. Er steht in einer Beziehung zum Beschreibung: Verweissymbol LEHRHAUS BREMEN, (dort auch Programm und Veranstaltungstermine) in dessen Räumen er auch zusammenkommt.

Ansprechpartner des Freckenhorster Kreis-Nord:
Georg Hörnschemeyer
Turnerstraße 3 a
49076 Osnabrück